Locker vom Hocker
50.000 Euro und ein Jahr journalistische Begleitung winken den fünf Siegern der Gründerinitiative enable2start. 1086 Teams haben sich dieses Jahr beworben, zwölf haben es ins Finale am 17. November geschafft. Eines davon: Ongo. von Claus HornungEigentlich wollte Eberhard Lenz nur gut sitzen. So, dass er seinen Rücken beim Sitzen nicht beansprucht. Oder, noch besser: So, dass er seinen Rücken beim Sitzen trainiert.
Die Sitzbälle, die in manchen deutschen Büros zu finden sind, überzeugten den studierten Bauingenieur nicht. Zu groß, zu unstabil – und optisch auch nicht gerade ein Hingucker. Letztlich fand er einen Hocker mit konvex geformter Standfläche, auf der man beim Sitzen leicht pendeln konnte.
Blieb nur ein Problem. "Man bräuchte eine Rückmeldung", sagt Lenz. Denn so ein Hocker funktioniert nur, wenn der Sitzende sich richtig bewegt. Also entwickelte Lenz einen Hocker, der Feedback gibt.
Der nennt sich Ongo und hat einen runden Fuß, unter dem sich eine Kugelbahn befindet – ähnlich wie bei einem Roulettetisch. Wer beim Sitzen eine leichte Bewegung ausführt, versetzt die Kugeln in der Bahn ins Rollen. Läuft’s richtig, sagt der Ongo Bescheid: durch ein gleichmäßiges Summen.
Vertreiben will Lenz seinen Ongo online, über ausgewählte Möbelhäuser und durch Promotion-Aktionen in Fitnessstudios. Langfristig sollen weitere Fitness-Produkte hinzukommen.